@towktr,
ja dieses Land ist ständig anders, so oft du auch dort warst.
Von der Vegetation, dem Wetter, dem Zustand der Pisten etc.
Nach 6 Monaten Abstinenz kannst du niemandem sagen wie schwierig oder wie leicht der heutige Tag wird.
Das ist eben Adventure und macht immer wieder Spaß, die Erwartung was die heutige Etappe alles bringen wird.
@Radltreiber,
leichtes Graupeln hatte ich nur in Mittelspanien, als ich mit dem Transporter vom Rio Ebro über den 1400m hohen Pass Richtung Teruel fuhr. Der Scheibenwischer und die leicht eingeschaltete Heizung haben dies natürlich nicht zu einem Adventure gemacht. Leider konnte ich auch nicht in einer Eishöhle übernachten, so wie du und Captain in Ketama.
Hunde gab es wieder genug. Gottseidank aber nicht direkt vor dem Frontwheel.
@Captain,
klar gehts weiter, wenn auch der Rest der Reise nicht mehr so ereignisreich war.
....
nach der Rast am Stausee ging es über Azilal (eine saubere Prinzenstadt, mit nun funktionierender Kanalisation) zum Camp Zebra an den Cascades de Ouzoud (Wasserfällen).
Am nächsten Morgen besichtigten wir die für Nordafrika imposanten Wasserfälle und hatten auch Kontakt mit den dort lebenden Berberaffen.
DSCN2760.JPG
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Leider versteckt sich der Affe gerade geschickt hinter den Blättern.
Fahrerisch war an diesem Tag nur die Etappe nach Marrakesh zu bewältigen.
Dank der P2008, einer kleinen Strasse, die ab Lehminate Marrakesh im Norden umrundet und beim großen Football-Stadion nahe dem Camp Relaise du Marrakesh endet, mussten wir auch nicht ins manchmal doch chaotische Verkehrsgewühl dieser Stadt.
Am Abend ging es dann für alle, außer mich, mit dem Taxi ab zum Basar. Ich zog es vor im Camp zu bleiben, da ich manchmal etwas unter plötzlicher Bedrängung im Darmbereich litt. Auf dem Basar gibt es ja nicht an jeder Ecke eine Toilettenanlage.
So habe ich nur, die für Marokko typischen Taxis, Mercedes WDB 123 fotografiert.
DSCN2769.JPG
Nach dem Einwurf von zwei Imodium Kapseln habe ich mir eine Suppe gekocht, und bald ging es mir schon wieder besser.
Pics vom Basar gibt es genug bei den vorangegangenen Reisen.
Noch ein Wort dazu.
Die Atmosphäre auf dem Basar ist großartig. Man lässt sich von einer fremden Welt verschlingen. Das Angebot an Speisen, Gewürzen, Tüchern, bis hin zu Uhren und Sonnenbrillen (das sind natürlich Fälschungen von Luxusmarken) uvm. ist großartig. Aber lasst euren Verstand walten. Die Waren werden euch meist zu dreifach überhöhten Preisen angeboten. Wenn man die Hälfte runterhandelt sollten Verkäufer und Käufer zufrieden sein.
So bedenke, Nepp auf jedem Step.

Beim warten auf die Rückkehr der Basarbesucher, habe ich noch Bekanntschaft mit einer Dame aus Bayern gemacht. Sie reist alleine mit ihrem HZJ Toyota (neben Iveco eines meiner Lieblingsfahrzeuge) durch Marokko, besucht alte Kasbahs, fotografiert sie im Detail und schreibt einen Bericht darüber. Eine Kasbah ist eigentlich eine Festungsanlage, in Marokko wird der Ausdruck aber auch auf die Wohnburgen (tighremts) der Berber angewandt, wo der militärische Aspekt aber weit im Hintergrund stand.
Sie wollte auch einige Tage zuvor den Tizi-n-Ouano von Agoudal aus bewältigen. Sie ist aber trotz aller Vorzüge des HZJ im schmierigen Matsch gescheitert. Deshalb die vielen tiefen Spuren auf der Hochebene.
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Cats do not go for a walk to get somewhere, but to explore.
Sidney Denham