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Leichte, leistbare Adventure-Bikes

Verfasst: Sa 28. Nov 2015, 19:31
von spezi266
Nachdem der Markt im oberen Segment (1000ccm +) voll mit Modellen ist, tut sich im unteren Segment jetzt einiges.

CCM hat mit der 450er Adventure den Anfang gemacht.
Ein Bike superleicht, ab Factory mit vollem Equipment, edle Federteile, aber das hat leider auch einen stolzen Preis. So um die 8000£. In Österr. kommt dank Nova und weichem € noch einiges dazu.

Im aktuellen Motorrad Abenteuer wird eine franko-chinesische Kooperation vorgestellt.
Die Mash-Adventure 400R, entwickelt in Frankreich und montiert in China. Komplett ausgestattete Reiseenduro mit 27HP, Windschutz, Handprotektoren, 19-Liter Tank. Auch ein 21" Vorderrad ist vorhanden, was heutzutage nicht immer Sitte ist.
Preis ab Frankreich 5195€. Um 400 Euronen plus gibt es noch zwei Alukoffer (je 35 Liter) dazu.

Jetzt tut sich auch in den Hallen der ehemaligen Husqvarna Fabrik in Biandronno (Italien) etwas.
Ampelio Macchi, früherer Ingenieur, hat mit Hauptinvestment der chinesischen Shineray Gruppe die SWM (Speedy Working Motors) Super Dual Adventure auf die Räder gestellt.
Neues Bodywork, Motor der 2012er TE630. Das war ein guter Dauerläufer mit 600ccm, und 50HP, 5Gallonen-Tank (ca.19Liter), Trockengewicht 159kg. Hier wird etwas angeboten, wofür KTM zu dumm, oder zu feige war. (Vielleicht Konkurrenzangst für die fetten Blunzen) Aber lest selbst:

http://www.advpulse.com/adv-bikes/2016-swm-superdual/" onclick="window.open(this.href);return false;

Auch von Bellarus kommt etwas.
Die M1nsk TRX300i.
Das ist aber ein rebadger Chinese, der Zongshen RX3 (ZS250GY-3).
In den USA wird sie als CSC Cyclone RX-3 um sagenhafte 3495$ angeboten.

http://www.advpulse.com/adv-bikes/m1nsk ... ture-bike/" onclick="window.open(this.href);return false;

http://www.advpulse.com/adv-bikes/csc-c ... ed-in-usa/" onclick="window.open(this.href);return false;

ADVENTURE-TOURING liegt im Trend.
Eine Menge Frauen und ,,nicht so hochgewachsene" Männer drängen in das Segment.
Niedrigere Sitzhöhe, Off-Road lernt man leichter auf einem ,untermittelgewichtigem" Bike, und ein ansprechender (leistbarer) Preis sind hierfür die Grundvoraussetzungen.

Honda sollte sich nach Vorstellung der neuen AT nicht auf den Lorbeeren ausruhen, und einen leichten Einzylinder nachsteuern. Damit es nicht andere mit Erfolg vorführen.

LG vom Spezi

Re: Leichte, leistbare Adventure-Bikes

Verfasst: Sa 28. Nov 2015, 20:22
von fussraste07
nicht leistbar, aber leicht und cool (und qualitativ hochwertig): die CCM von vienna_wolfe
http://www.1000ps.at/forum/forum_enduro ... ul_2790214" onclick="window.open(this.href);return false;

Dass man für eine Weltreise nicht viel Hubraum braucht, zeigt auch Steph Jeavons auf ihrer 250er Honda Enduro, die damit alle Kontinente bereist:
Bild
Bild
Bild
Twitter: https://twitter.com/OneWomanOneMoto" onclick="window.open(this.href);return false;

Die Husky von Lautus am Chiemseeforum hat mir auch gut gefallen!

Re: Leichte, leistbare Adventure-Bikes

Verfasst: Sa 28. Nov 2015, 20:45
von fussraste07
Warum die Aussage "Eine Husqvarna TE630 ist nicht alltagstauglich" nicht stimmt:
https://www.youtube.com/watch?v=44q8CGv0Kd8" onclick="window.open(this.href);return false;

Re: Leichte, leistbare Adventure-Bikes

Verfasst: So 29. Nov 2015, 00:09
von pultquaeler
Also der Wolf ist ja ein sehr guter Kumpel von mir und ich bin mit Ihm und seiner CCM öfters unterwegs.

Ich mach ja auch manchmal den Service für Ihn und kann von daher sagen, das die CCM echt ein Moped ist, was mit wirklich guten Teilen bestückt ist und ich finde das echt gut.
Also hätte ich die Kohle in Bar, ich würd mir die sofort zulegen.

Meine persönliche Sache ist, ich hätte gerne die Transalp als leichtes Moped.
Also quasi die konsequente Fortführung der neuen Africa Twin mit maximal 160-170kg.

Weil es das aber nicht gibt hab ich zwischen einer Xchallange und KTM690 hin und herüberlegt und schlage gerade auf eine KTM690 zu.

Den Markt bedient leider im Moment kaum wer.
Nämlich ein wirklich leichtes Adventure Bike

Re: Leichte, leistbare Adventure-Bikes

Verfasst: So 29. Nov 2015, 00:27
von fussraste07
@pultquaeler: Ja. Leistbar sind eigentlich nur gebrauchte DRZ 400 (2014 eingestellt wenn ich mich nicht irre) und die TE630 von Husky (nur 2011).

Die KTM 690 is leiwand, die Leistung ein Hammer, aber mir eine zu große Zicke, siehe z.B. http://nordicbiker.dinstudio.se/" onclick="window.open(this.href);return false;
der zwei Motorschäden auf seiner hatte.

Next myth busted: "Eine Goldwing kann man zum Enduro fahren nicht brauchen"
Bild
Haha!

Re: Leichte, leistbare Adventure-Bikes

Verfasst: So 29. Nov 2015, 00:39
von fussraste07
>Honda sollte sich nach Vorstellung der neuen AT nicht auf den Lorbeeren ausruhen, und einen leichten Einzylinder nachsteuern. Damit es >nicht andere mit Erfolg vorführen.

Eine "Adventure" Version der CRF450 Ralley, das wär's. Die Frage nur wie so oft, wer kauft's.

Zum Thema "leichte" Enduros: http://svendura.de/enduros.php" onclick="window.open(this.href);return false;

Re: Leichte, leistbare Adventure-Bikes

Verfasst: So 29. Nov 2015, 00:54
von pultquaeler
Bei den KTM gibt es viele berichte über Schäden.
Aber gerade bei den KTM gibt es viele Jungspunde, die treten die her.

Nun, ich kenne Leute, die haben 70.000km auf dem ersten Motor.
Nur das Problem mit dem Lager am Kipphebel was da aktuell.
Ansonsten ein gutes Bike.

Und das war es auch, was mich bewegt hat es zu besorgen.
Ich hab ja Fahrer mit der DRZ400 in der Mongolei getroffen, das Bike ist super, aber auch nicht haltbarer als die KTM.
400cc halt......

Ich würde sogar hergehen und Leistung bei der KTM nachlassen, falls das möglich ist, und dafür die Serviceintervalle erhöhen....

Re: Leichte, leistbare Adventure-Bikes

Verfasst: So 29. Nov 2015, 12:08
von lautus
Hier noch ein ergänzender Links zur CCM:

http://www.ccm-gp450.de/" onclick="window.open(this.href);return false;

Der Händler ist 180 Km von mir entfernt stationiert, für eine Probefahrt im Frühjahr (nach Marocco-Tour) hab ich mich schon angemeldet. Er hat mir auch einen Wartungsplan und eine Liste mit den Kosten für alle käuflichen Ausbaustufen und Zubehörteile geschickt (ganz schön happig). Die Wartungsarbeiten für einen eingefleischte Twinschrauber sind kein Problem.

Zur SWM:

http://swm-motorrad.de/modelle/enduro/rs-650-r.html" onclick="window.open(this.href);return false;

Eins sollte man aber nicht vergessen: Wenn man sich ein Bike von der Stange fernreisetauglich umbauen will, sollte man eine Gewichtserhöhung von 15-20Kg für Hauptständer, Sturzbügel, Gepäcksystem, Motorschutz, Werkzeugfach, diverse Anbauteile usw. einplanen.

Vorwihnachtliche Grüße aus Thüringen - Frank! :weihnachtsmann:

Re: Leichte, leistbare Adventure-Bikes

Verfasst: So 29. Nov 2015, 20:02
von mosaic
pultquaeler hat geschrieben:Bei den KTM gibt es viele berichte über Schäden.
Aber gerade bei den KTM gibt es viele Jungspunde, die treten die her.
Die häufigen Elektrik- und Elektronikprobleme (samt defekten Schaltern und abgesoffenen Anzeigeinstrumenten) oder Risse in der Schwinge würd ich nicht auf jungendliche Heisssporne zurückführen. :kruecken: ;-)

Das "Ready to repair" eines mir bekannten KTMlers kommt nicht nicht von ungefähr, nachdem er in 2 Jahren schon die zweite (neue) Krücke ausgefasst hat. Seine zuvor gefahrene Honda hatte seltsamerweise keine Defekte. War ihm aber zu 'perfekt' und etwas langweilig. :mrgreen:

Natürlich kann man aber auch Glück haben...

Re: Leichte, leistbare Adventure-Bikes

Verfasst: So 29. Nov 2015, 21:52
von spezi266
Zitat Lautus:
Eins sollte man aber nicht vergessen: Wenn man sich ein Bike von der Stange fernreisetauglich umbauen will, sollte man eine Gewichtserhöhung von 15-20Kg für Hauptständer, Sturzbügel, Gepäcksystem, Motorschutz, Werkzeugfach, diverse Anbauteile usw. einplanen.

Die SWM Super Dual Adventure wäre komplett. Ob die vielen Sturzbügel beim Einzylinder angebracht sind will ich hier nicht beurteilen. Gepäckträger, 5 Gallonen oder 19 Liter-Tank, Windschutz, Häuptling ... eigentlich alles vorhanden.
Sehr provisorisch sieht mir die Stufensitzbank aus, scheint für kleinere Fahrer abgepolstert zu sein.
Das sieht fast wie eine Weiterentwicklung des Konzepts der Terra aus. Nur steht der 650er BMW-Motor und der Terra-Body nicht mehr zur Verfügung. Einfach auf das Pic mit dem SWM-Bike draufdrücken, dann kommt man der Sache näher:

http://www.advpulse.com/adv-bikes/2016-swm-superdual/" onclick="window.open(this.href);return false;

Preise gibt es für die RS650R, die Enduro-Basis, sogar Österreichische mit (fuck) Nova.
6990,- sind eine gute Ansage, nur gibt es in unserem rückschrittlichem Land keinen Händler. Nur deutsche- oder slowenische Händler.

http://swm-motorrad.de/fileadmin/user_u ... rreich.pdf" onclick="window.open(this.href);return false;

Bei der Oktober-Tour 2014 hatten wir eine 610er dabei. Leider habe ich kein Actionpic. Der Typ ist super damit gefahren, und konnte auch gut fahren. Auf der Tour hatte die auch keine Troubles (war ein sehr gut gewartetes Bike), auch kein extra Ölwechsel wurde durchgeführt.
Pic nur vom Hänger >>1. rechts
DSCN2481.JPG
LG vom Spezi

Re: Leichte, leistbare Adventure-Bikes

Verfasst: So 29. Nov 2015, 22:54
von Sulak RD04
Ich hab mich mit den Bikes ehrlich gesagt überhaupt noch nicht beschäftigt. Wie sieht es da mit der Ersatzteilversorgung in abgelegenen Gebieten (Afrika, Asien,...) aus?

Re: Leichte, leistbare Adventure-Bikes

Verfasst: So 29. Nov 2015, 23:58
von spezi266
Sulak RD04 hat geschrieben:Ich hab mich mit den Bikes ehrlich gesagt überhaupt noch nicht beschäftigt. Wie sieht es da mit der Ersatzteilversorgung in abgelegenen Gebieten (Afrika, Asien,...) aus?
Sicher so gut oder so schlecht wie bei den anderen Marken.
Dir passiert folgendes:
DSCN3114.JPG
Glaubst du, dass BMW irgendwo in Afrika (vielleicht Ausnahme ZA, ganz im Süden des Kontinents) sowas auf Lager hat.
Hier bist du auf deine und die Improvisationsgabe der hiesigen Handwerker angewiesen. Oder du wartest ein bis zwei Wochen bis ein Kumpel dir das Teil aus Europa nachsendet. >>siehe Siro in Australien, wo du ihm die Gabel geschickt hast.
Ketten, Batterien etc. kannst du in halbwegs entwickelten Ländern auch finden, weil dort die Motorisierung im letzten Jahrzehnt um das fünffache zugenommen hat (z.B. Marokko). Vielleicht da ein Teil von einem Roller, oder dort ein Teil von einem TuckTuck das mit geistiger Einfallseingabe verwendet werden kann. Ein Schlosser kann aus Winkeleisen einen Rahmen für die zerbrochene Plastikhalterung des Kühlers einer F650 herstellen, der nur mehr an den Schläuchen hing. Die Menschen sind in diesen Ländern erfinderischer als in unserer hochspezialisierten Industriegesellschaft.

In Afrika hört es sich dann halt bei der Elektronik auf. Zuviel davon wird kompliziert. In den Ostländern gibt es sogar für diese Dinge Spezialisten, die die Codes der diversen Steuergeräte gecrackt haben. Für uns so hochkomplizierte Dinge wie Immobilizer werden totgeschaltet. Du kannst die Hochelektronikkiste durch normales Kurzschließen wieder starten. Gut, diese Geschäfte finden sich nicht an jeder Straßenecke, zum Teil dienen sie auch kriminellen Machenschaften.

Wichtig ist es mit einem gut gewarteten Bike auf Reise zu gehen. Von Vorteil ist, wenn man schon einiges an Wissen über sein Fzg. verfügt. Z.B. bei der AT nimmt man sich einen Regler und eine Benzinpumpe als Reserve mit.
Captain verfügt auf Reise sogar über einen LapTop und Adapter für die Motorsteuerung seiner BMW. :undweg:
Und natürlich ist es nicht schlecht einen Kontakt zu einem guten Freund, Forum, Händler etc. zu haben.
Sonst ist es egal mit welcher Marke du unterwegs bist.
Das Bike sollte halt steady sein, wie eine große Anzahl japanischer Motorräder aus den 80er und 90ern.

LG vom Spezi

Re: Leichte, leistbare Adventure-Bikes

Verfasst: Mo 30. Nov 2015, 01:32
von fussraste07
Wenn ich mir die techischen Daten der RS 650R ansehe:
600ccm, Kolben mit 10cm Durchmesser, 6 Gang Getriebe, Verdichtung - das muss der BMW Motor von der Husky TE 630 sein.
http://www.1000ps.at/motorraeder-Husqva ... 30-42-4625" onclick="window.open(this.href);return false;

Edit -Stimmt: http://www.advpulse.com/adv-bikes/2016-swm-superdual/" onclick="window.open(this.href);return false;

Re: Leichte, leistbare Adventure-Bikes

Verfasst: Mo 30. Nov 2015, 09:19
von pultquaeler
mosaic700 hat geschrieben:
pultquaeler hat geschrieben:Bei den KTM gibt es viele berichte über Schäden.
Aber gerade bei den KTM gibt es viele Jungspunde, die treten die her.
Die häufigen Elektrik- und Elektronikprobleme (samt defekten Schaltern und abgesoffenen Anzeigeinstrumenten) oder Risse in der Schwinge würd ich nicht auf jungendliche Heisssporne zurückführen. :kruecken: ;-)

Das "Ready to repair" eines mir bekannten KTMlers kommt nicht nicht von ungefähr, nachdem er in 2 Jahren schon die zweite (neue) Krücke ausgefasst hat. Seine zuvor gefahrene Honda hatte seltsamerweise keine Defekte. War ihm aber zu 'perfekt' und etwas langweilig. :mrgreen:

Natürlich kann man aber auch Glück haben...
Mag sein.

Ich habe über die letzten Jahre Einige Leute verfolgt, die mit der 690 Fernreisen gemacht haben, darunter auch so Sachen wie die BAM usw.

Eigentlich finden sich da nur normale Defekte wie sie an jedem anderem Bike auch auftreten.

Also nichts groß aussertourliches.
Dort tritt man die Mopeds aber auch nicht so wie auf Wettbewerben.