Griechenland-Balkan
Verfasst: Mi 30. Sep 2015, 14:03
Zwar nicht mit der Twin, aber vielleicht interessiert's trotzdem wen.
Hola
Der Reisebericht - so wie ich ihn sonst schreib - geht sich zurzeit einfach nicht aus. Deswegen versuch ich eine Kurzversion.
Grund der Reise: Meine Schwester ist jedes Jahr für 6 Wochen in Kastri an der Ostküste von Griechenland. Sie ist keine Flug-kompatile Urauberin - zu viel Gepäck
Darum hab ich beschlossen sie heuer runter zu bringen - Fähre von Venedig bis Igoumenitsa - und mir dann die volle Durchlüftung beim Heimfahrn zu geben.
Der Trip ist kein Land und Leute kennen lern-Trip, sondern ein chillig durch die Gegend rollen-Trip - ganz dem B.I.T.-Gedanken verbunden.
Griechenland
Griechenland beginnt bei dem Reisebericht bereits in Venedig. Denn wennst auf der Fähre drauf bist, is alles griechisch - auch das Bier. Nach mehreren davon hab ich in der Innenkabine superfein gschlafen und beinahe das Frühstück verpennt. Das gibt's nur bis 9:30 - voll kleinlich!

Nachn Frühstück wieder Deck-relaxn und die 1. Blicke auf Albanien. Da wer ich kruzn :drive:

Von Igoumenitsa nach Kastri sind's dann noch 5 Stunden gwesen und abends um 7 is der Jeep da gstandn, wo wir hinwolltn. Grob ausladen und 102 Schritte zum Strand plus 26 zum Wasser und platsch :freu: Nach 3 Minuten habn mich die Quallen zum 1. Mal erwischt. Shit!

Danach kamen 3 Tage mit Strand, Quallen, Essen, Strand, Quallen, Einkaufn, Essen, Strand und Quallen. Dann hat's mir greicht :(

Am Nachmittag des 3. Tages vor Ort hab ich mein Zeugs zammengepackt, das Bargeld wie empfohlen im Auto versteckt und mich für die Heimfahrt fertig gmacht.



Der Start war schon mal super - eh wie immer eigentlich, wenn ich mit der Badehose im Jeep oder am Moped unterwegs bin: nachn paar 100 m hat mich die erste Wespe in den Oberschenkel gestochen. Also das hätt ich somit schon mal erledigt ghabt. Von Kastri bin ich ein paar km ander Küste nach Norden gefahren und dann ins Landesinnere abgebogen. Hier der letzte Blick vom Fuß des Olymp retour ans Meer.

Quer durchs Hochland auf der Suche nach einer geöffneten Tankstelle mit ultrahell leuchtender Reserveanzeige - weil viele Tankstellen im Hinterland sind zwar da aber halt nicht offen.

Dafür sind die Straßen toootal lang ...

... und manchmal auch nicht wirklich "Straßen" :whistle:

Nördlich vorbei an den Meteora-Klöstern (sind in der Bildmitte rechts wo der Spitze Felsen ist). Für uns is die Gegend nördlich davon viel interessanter. Ich sag nur: European Moab. Superlässige Felsen, die gaaanz sicher fahrbar sind - wenn ma nit grad komplett allein unterwegs is


Dann gings rauf auf den Katara-Pass. Bei der Abzweigung steht eine große Fahrverbotstafel mit irgendeinem griechischen Geschreibsel, das ich nicht lesen konnte. Also hab ich die Fakten gegenüber gestellt: Jeep vs. Fahrverbot vs. Jeep vs. Fahrverbot vs. Jeep vs. Fahrverbot vs. Jeep vs. Fahrverbot vs. Jeep. Der Jeep hat gwonnen - zum Glück! Denn es war nurn paar Mal die Straße abgrutscht und somit kein Problem.


Obn am Pass hab ich mir gedacht "so richtig obn ist as aber nicht" und bin dann ganz raufgfahrn.

Dann weiter quer durchs Gebirge, immer Richtung Westen ...

... über moderne Brücken ...

... auf toll ausgebauten Straßen ...

... mit regelmäßigem Wildwechsel ...

... bis zur Vikos-Schlucht. Total genial! Da müsst ma eigentlich 2-3 Tage bleiben und alles ablatschn. Aber nicht bei den Temperaturen! Ich bin nur mal abends um ca. 18:30 in einem Ort an einem Thermometer vorbeikommen: 42°C :roll:


Von der Vikos-Schlucht bin ich noch bis Igoumenitsa gfahrn, hab mir dort ein feines Hotel gsucht und mich der Erschöpfung hingegeben.
Albanien
Wegen der aktuellen Krise und den Medienberichten darüber, hab ich mir in den Tagen vor dem Trip überlegt Albanien und Montenegro auszulassen und von Igoumenitsa mit der Fähre nach Brindisi und dann von Bari zurück nach Dubrovnik zu fahren - was ich aber zum Glück nicht gmacht hab. A bissl an Bammel hab ich schon ghabt :idea:
Die Einreise war total easy. Wie ich überhaupt bei keinem Grenzübergang Probleme hatte. Alle Grenzer warn voll freundlich. Manche verwundert (Einreise B.i.H.: der Grenzer beugt sich aus seinem Häuschen raus, schaut links und rechts - und nochmal links und rechts, schaut mich fragend an und sagt: no doors? No roof? Ich zeig nach hinten in den Kofferraum. Er schüttelt den Kopf und haut sich voll ab.).
Die Straßen in Albanien sind "abwechslungsreich". Hier der Weg zur Kabelfähre bei Butrint.




In Albanien bin ich an der Küste entlang nach Norden gefahren. Die Landschaft im Süden ist echt der Hammer! Außerhalb der Ortschaften ist's superschön, ...



... solang man nicht vor sich aufn Boden schaut. Da liegt nämlich fast flächendeckend Müll :nein:




Bildmitte: Ex-U-Boot-Bunker

Dann wieder mal a bissl von der Küste weg ins Gelände rein.

Ungefähr in der Mitte von Albanien liegt an der Küste der Nationalpark Llogara. Das ist auch genau die Stelle, die ich von der Fähre aus fotografiert hab. Da geht die Straße in Sepentinen den Berg rauf ...

Albanische Werbeflächen

... und rauf ...

... und für "Indvidualreisende" sogar noch a bissl weiter rauf ...

... und rauf ...

... und rauf ...

... und rauf ...

... und rauf ...

... und rauf ...

... und noch weiter rauf ...

... bis es dann auch mir greicht hat und ich mich untern einzigen Schattenspender gsetzt hab, um Tomaten, Weißbrot und Pfirsiche als Mittagessen zu verspeisen




Zurück auf der Sraße ist aber auch immer wieder spannend

Ich bin dann weiter an der Küste entlang grollt, endlos lange Passagen direkt am Wasser ...

... an unzähligen Tankstellen vorbei (also so was hab ich noch nirgends erlebt - echt andauernd a Tankstelle, die ganze Zeit) wobei ich diese Marke dann doch immer gemieden hab, weil das wollt ich meinem TJ nicht antun ...

... bis ich abends am CP Pa Emer angekommen bin.

Ich hab mir ein Zimmer gnommen, weil ich zu müd zum Zeltaufbaun war, hab rumgechillt, ...

... s'mir gutgehn lassn ...

... bis langsam der Abend kam.

Und dann hab ich doch mein Zelt aufgebaut, wegen der Gelsen und wegen der Ratten :( Ja, Ratten so groß wie Katzen :(

Trotzdem hab ich super gschlafn - wer müd genug ist hat damit ja bekanntlich keine Probleme - und mich wieder den albanischen Straßen gewidmet. Irgendwann wünscht du dir dann einfach nur mehr eine Autobahn, auf der du gedankenlos rumgurken kannst.

In Albanien geht das aber nicht. Fußgänger und Mopedfahrer, ja sogar Pferdefuhrwerke sind da Standard auf allen Arten von Straßen und in alle Richtungen - inkl. Querverkehr auf Autobahnen.


Total witzig sind auch die Personenbeförderungsgegebenheiten. Bei Autobahn-/Schnellstraßen-Auffahrten stehen die Leute rum, die irgendwohin wollen. Alle, die wen mitnehmen wollen, bleiben stehn und fragen sich durch, wer wohin will. Dann wird einfach mitgnommen was das Auto an Platz hergibt :daumup:

Ach ja, und diese Moped-Hybriden gibt's auch dauern. Und auch von allen Regeln der Logik ausgenommen, was die Fahrtrichtungen angeht.

Kurz vor der Grenze nach Montenegro hab ich dann noch getankt, denn das war die einzige Möglichkeit das umgewechselte Geld wieder loszuwerden. In Albanien will absolut jeder - sogar der kleinste Honigverkäufer im hintersten Dorf - Euro beim Zahlen.
Montenegro
"In Montengro sind die Straßen gleich um ein Eck besser" dachte ich als ich über die Grenze war. Schon im 1. Dorf lotste mich mein Navi aber von der neuen auf eine etwas ältere Straße in Richtung Kotor. Zwischen diesem Bild und dem nächsten liegen einige kleine Orte, superschöne Aussichten aufs Meer und ein wichtiges Lerning, nämlich: Ich hab mir auf den einspurigen Nebenstraßen gedacht, ich würde gut fahren, wenn ich einfach mit etwas Sicherheitsabstand hinter einem Einheimischen nachfahre. Der kennt die Strecke und falls Gegenverkehr kommt, muss er eh stehnbleiben. So brauch ich nicht so konzentriert zu sein. Ok, guter Plan ... bis ... der Einheimische vor mir auf der einspurigen Straße anstatt zu bremsen etwas nach rechts verrissen hat und sich die Rückspiegel - seiner und der vom Entgegenkommenden - mit an Knall in Mikroteile aufglöst haben. Der Einheimische vor mir hat derart den Anker gschmissn, dass ich mit meinem TJ halb auf Asphalt und halb auf einer Schotter-Gras-Mischung und vier vollblockierenden BFGs entlang einer Steinmauer, wie im Tunnel der wahnsinnigen Geschwindigkeit dahingrutscht bin und den Vordermann immer näher kommen gsehn hab. Eine Zeit lang war ich mir sicher, dass es knallt. Dann hab ich mich gwundert, wie lang's dauert bis es knallt, denn da muss schon ewig kein Platz mehr gwesen sein und ich bin immer noch gerutscht - und dann bin ich gstanden. Eine handbreit hinter einem Ford Escort in wunderschönem Weinrot und ohne linkem Außenspiegel. Ich hab an Moment gebraucht um mich wiederzufinden. Dann hab ich gemerkt, wie die letzten Spiegel-Mikroteile neben mir am Boden aufschlagen und die zwei Bruchpiloten sich fast an die Kehle gehn. Ein paar Minuten später kam ein Lenker aus einem nachfolgenden Auto nach vorne spaziert, schaute sich meine Bremsspuren und den Abstand zum Vorderman an, hat den Kopf geschüttelt, sich zu mir gedreht und mir anerkennend zugenickt. Ich hab eine Schreipause ausgenutzt, zurückgesetzt und bin langsam vom Ort des Geschehens weggfahren. Hätten die noch was von mir gebraucht, hätten sie's gsagt oder mich an der Grenze aufghalten - hab ich mir gedacht. Fotos gibt's davon keine. Die Stimmung dort war einfach zu explosiv, um auch noch zu fotografieren.


Ich bin dann gemütlich bis zur Autofähre bei Lepetane weitergfahrn.

Auf der Fähre hab ich beschlossen, mir im nächsten Haus, das mir gefällt ein Zimmer zu nehmen.

Hier die Wasserverbrauchs-Doku eines Tages. Die Hitze war mir echt zu viel. Zum Glück war's ab Montenegro a bissl bedeckt und nimmer sooo heiß.

Kroatien
Irgendwie hat mir kein Haus mehr gefallen und ich bin plötzlich an der Grenze zu Kroatien gewesen. Stau. Eine Spur für EU-Reisende und Schweizer. Eine Spur für alle anderen. EU-Außengrenze, also genaue Kontrollen für eine der beiden Spuren. Eh klar, hab ich gedacht. Aber dass die Eu-Reisenden und Schweizer genau kontrolliert wurden und alle anderen locker durchfahren konnten, hat mich dann doch gwundert. Während ich da so im Stau stand, hat's für ein paar Minuten geregnet und ich hab mir überlegt was mir heute noch gut tun würde. Etwas Komfort, Sauberkeit, Essen (welches ich erkenne) und wieder mal deutschsprachiges Fernsehn. Also hab ich in Kroatien genau danach meine Augen offen gehalten - als ich endlich drin war, in Kroatien.
In Mlini, etwas südlich von Dubrovnik, hab ich's gefunden. Rein in die gute Bude, TV eingschalten, duschen und nach dem Weg zur nächsten Pizzeria gfragt - voll tourimäßig
"Einfach die Stiege neben dem Haus runter zum Meer" hat Anna - die Vermieterin - gsagt.

Die Stiege war dann ein Erlebnis für sich, denn das Meer ist ziemlich weit unten. Nach x Hausecken und dem Gefühl über den Balkon einiger Einheimischer gegangen zu sein, bin ich am Meer angekommen. Ich hab mich umgedreht, um mir den richtigen Stiegenaufgang einzuprägen, der mich wieder heimbringt.

Am Meer hab ich mich, nein nicht ins 1. sondern ins 2. Lokal gsetzt und mir ein Bier bestellt. Bis das Bier da war, war ich so müd, dass ich auch gleich dort gegessen hab. Voll fein: ein Bier, eine Pizza und die Wellen, die mich so richtig einlullten nach dem anstrengenden Tag.

Auf anhieb den richtigen - meinen - Stiegenaufgang zu finden, war natürlich eine Illusin. Aber beim 3. Versuch, hat's hinghaut
Zurück im Zimmer, hab ich wieder den TV eingschalten, mich aufs Sofa glegt und
... um 3:30 bin ich wieder aufgwacht, habn TV abgedreht und mich ins Bett glegt. So viel dazu.
Kroatien ist ganz meins. Das hab ich auf diesem Trip kapiert! Continental Breakfast im Hafen von Dubrovnik und dann rauf auf die Magistrala. Nur Cruisen vom Allerfeinsten und das permanent entspannte Gefühl von der traumhaften Landschaft ruhig was versäumen zu dürfen, weil's ja sowieso mehr als genug davon gibt. Auf die Gefahr hin mich zu wiederholen: die Magistrala ist eine absolute Traumstraße (außgenommen sind ein paar km südlich von Makarska - das geht's zwar auch am Meer entlang, aber dauernd nur im Schritttempo durch die Urlaubsorte - und die ersten 50 km von Sibenik nach Zadar - da ist sie schnurgrad und langweilig, weil auch das Meer fast nicht zu sehn ist).
Nach dem Neretva-Delta ...


... bin ich über die Autobahn ins Hinterland gefahren und dort gleich wieder von der Bahn runter und ab ins Gemüse nach Norden in Richtung Sveti Jure. Ich hab das gemacht, weil die Magistrala nördlich von Ploce zwar ebenfalls absolut traumhaft ist, ich sie aber schon kannte, das Stück von Kljenak nach Podgora aber noch Neuland für mich war und ich ghört hab, dass es sensationell schön sein soll. Schotter- uns schmale Asphaltstraßen in hügeligem Gelände - wer so was sucht: da gibt's das im Überfluss!


Von Kljenak nach Podgora - ohne Worte :shock:

Kurz vor Podgora geht's dann rauf auf den Sveti Jure. Mein Navi wollte mich zwar schon einige km vorher über eine Schotterstraße schicken, aber dort stand eine Fahrverbotstafel (die mir egal gewesen wäre) und eine Nationalparktafel (die mir nicht egal war). Also bin ich den offiziellen Weg gfahrn, hab meine par Kuna Maut gezahlt und vom Mautkassierer den Ratschlag bekommen "drive slowly, the road is very narrow and dangerous". Eine größere Freude hätt er mir gar nicht machen können :freu:
Zuerst geht's durch einen kühlen, schattigen Wald der so gut und intensiv riecht, als würd man durch ein Honigglas fahren. Total irre!

Ober der Baumgrenze wird's dann von kühl über frisch bis knackig kalt - wohl aber nur für die von uns, die noch immer mit Shorts und T-Shirt fahren.

Die 22 km ...

... den Berg rauf ...

... bis zum Gipfel in 1.762 m sind ein Traum. Schon wieder, ich weiß. Aber es is so!

Oben angekommen hab ich gleich einem Tschechen, dessen Kühler übergekocht ist, meinen Trinkwasservorrat geschenkt. Das war gar nicht so easy, weil er unbedingt was dafür zahlen wollte. So geht das aber nicht: geschenkt ist geschenkt!
Am Rückweg war ich dann hin und hergerissen zwischen frieren (es war saukalt und windig) und Aussicht-aufsaugen. Einerseits hab ich mir gewünscht ganz schnell wieder unten im warmen Tal zu sein, abererseits wollt ich, dass die Straße noch lang nicht aufhört.

Nach Makarska hab ich den neuen Tunnel Richtung Autobahn gnommen ... auch lässig ... hab in dem Moment meinen 360ci CJ7 vermisst :whistle:

Über Split ging's entlang der Küste nach Primošten ...

... wo ich Niki und Robert getroffen hab. Voll lässig, dass sich das ausgangen ist. Einen ganzen Abend ratschn und die Urlaubseindrücke bei einem super Abendessen in der Altstadt weitererzähln. Primošten is ein wirklich nettes Städtchen. Könnt schon mal wieder am Reiseplan stehn.

Das ist der Weg, der mich am Morgen vom Bäcker mit frischem Gebäck fürs Frühstück zurück zum Apartment geführt hat. Seeehr chillig

Weiter Richtung heimwärts ging's über die leere Magistrala und ...

... die leere A1 und ...

... die leere L54 und ...

... den leeren Weg ohne Namen und ...

... durch die Pfütze am leeren Weg ohne Namen und ...

... über den Hügel am leeren Weg ohne Namen ...

... zum Pflichtstop am Pueblo-Plateau am Zrmanja-Canyon.

Winne2-Selfi

Mit den nächsten 3 pix lass ich euch allein - ohne meinen Senf - enjoy



The Perfect Cruising-Moment: eine der top 5 Straßen weltweit, in einem maximal offenen Auto mit entspannter Drehzahl, bei erstklassigem Wetter, ohne Verkehr und genug Zeit um nicht an Zeit zu denken

Slowenien
Zwischen Laibach und Jesenice hat mir's Wetter das Urlaubsende vermittelt. Ich hab mich bis zum Schluss gewehrt und weder meine Kleidung angepasst, noch das Auto zugmacht. Nur's Top und die WSS hab ich mir gegönnt, weil's a bissl getröpfelt hat und ich nicht wollt, dass mir die Regentropfen am Lenkradl anfriern - und die Heizung hab ich ... na ja, seht selbst :whistle:

Kranjska Gora: durchgefrohren, but still opened

Trip-End

Was hab ich mitgebracht:
- einen 6x10 cm großen Sonnenbrand am linken Oberschenkel
- eine Mittelohrentzündung trotz Klimawolle und Ohren-Klappen-Kappe
- eine harnäckige Magenverstimmung seit dem abendlichen Eintopf in Pa Emer
- 2 kg Honig aus Albanien
Fazit:
Wirklich gefährlich waren auf dem Trip nur die Hirtenhunde in den griechischen Bergen. Zumindest waren das die Augenblicke, in denen ich Angst hatte. So ganz frei zugänglich in genau passender Beißhöhe zu sitzen und zu versuchen grad noch rechtzeitig ohne die Schafe zu überfahren Gas zu geben und diese riesigen Hunde im Rückspiegel zu beobachten, wie sie auf den ersten Metern immer größer werden ... das brauch ich nimmer!
Gelernt hab ich, dass Raki im Norden von Griechenland aus fingernagelgroßen Früchten, deren Namen niemand kennt und die manchmal gelb, manchmal rot sind, gemacht wird und - ganz wichtig - ohne Anis!
Der Sprit ist fast nirgends so billig, wie bei uns in Österreich. In allen Ländern, durch die ich gekommen bin, war er teurer. Teilweise sogar massiv.
Albanien ist sicher das Land mit der höchsten Q7-RR Sport-Cayenne-X6-Dichte! Die stehn teilweise nebeneinander.
In die Landeswährung braucht man nirgends wechseln. Erst wieder, wenn man in die EU kommt. In Kroatien nehmens nämlich so gut wie keine Euro.
Hola
Der Reisebericht - so wie ich ihn sonst schreib - geht sich zurzeit einfach nicht aus. Deswegen versuch ich eine Kurzversion.
Grund der Reise: Meine Schwester ist jedes Jahr für 6 Wochen in Kastri an der Ostküste von Griechenland. Sie ist keine Flug-kompatile Urauberin - zu viel Gepäck
Der Trip ist kein Land und Leute kennen lern-Trip, sondern ein chillig durch die Gegend rollen-Trip - ganz dem B.I.T.-Gedanken verbunden.
Griechenland
Griechenland beginnt bei dem Reisebericht bereits in Venedig. Denn wennst auf der Fähre drauf bist, is alles griechisch - auch das Bier. Nach mehreren davon hab ich in der Innenkabine superfein gschlafen und beinahe das Frühstück verpennt. Das gibt's nur bis 9:30 - voll kleinlich!

Nachn Frühstück wieder Deck-relaxn und die 1. Blicke auf Albanien. Da wer ich kruzn :drive:

Von Igoumenitsa nach Kastri sind's dann noch 5 Stunden gwesen und abends um 7 is der Jeep da gstandn, wo wir hinwolltn. Grob ausladen und 102 Schritte zum Strand plus 26 zum Wasser und platsch :freu: Nach 3 Minuten habn mich die Quallen zum 1. Mal erwischt. Shit!

Danach kamen 3 Tage mit Strand, Quallen, Essen, Strand, Quallen, Einkaufn, Essen, Strand und Quallen. Dann hat's mir greicht :(

Am Nachmittag des 3. Tages vor Ort hab ich mein Zeugs zammengepackt, das Bargeld wie empfohlen im Auto versteckt und mich für die Heimfahrt fertig gmacht.



Der Start war schon mal super - eh wie immer eigentlich, wenn ich mit der Badehose im Jeep oder am Moped unterwegs bin: nachn paar 100 m hat mich die erste Wespe in den Oberschenkel gestochen. Also das hätt ich somit schon mal erledigt ghabt. Von Kastri bin ich ein paar km ander Küste nach Norden gefahren und dann ins Landesinnere abgebogen. Hier der letzte Blick vom Fuß des Olymp retour ans Meer.

Quer durchs Hochland auf der Suche nach einer geöffneten Tankstelle mit ultrahell leuchtender Reserveanzeige - weil viele Tankstellen im Hinterland sind zwar da aber halt nicht offen.

Dafür sind die Straßen toootal lang ...

... und manchmal auch nicht wirklich "Straßen" :whistle:

Nördlich vorbei an den Meteora-Klöstern (sind in der Bildmitte rechts wo der Spitze Felsen ist). Für uns is die Gegend nördlich davon viel interessanter. Ich sag nur: European Moab. Superlässige Felsen, die gaaanz sicher fahrbar sind - wenn ma nit grad komplett allein unterwegs is


Dann gings rauf auf den Katara-Pass. Bei der Abzweigung steht eine große Fahrverbotstafel mit irgendeinem griechischen Geschreibsel, das ich nicht lesen konnte. Also hab ich die Fakten gegenüber gestellt: Jeep vs. Fahrverbot vs. Jeep vs. Fahrverbot vs. Jeep vs. Fahrverbot vs. Jeep vs. Fahrverbot vs. Jeep. Der Jeep hat gwonnen - zum Glück! Denn es war nurn paar Mal die Straße abgrutscht und somit kein Problem.


Obn am Pass hab ich mir gedacht "so richtig obn ist as aber nicht" und bin dann ganz raufgfahrn.

Dann weiter quer durchs Gebirge, immer Richtung Westen ...

... über moderne Brücken ...

... auf toll ausgebauten Straßen ...

... mit regelmäßigem Wildwechsel ...

... bis zur Vikos-Schlucht. Total genial! Da müsst ma eigentlich 2-3 Tage bleiben und alles ablatschn. Aber nicht bei den Temperaturen! Ich bin nur mal abends um ca. 18:30 in einem Ort an einem Thermometer vorbeikommen: 42°C :roll:


Von der Vikos-Schlucht bin ich noch bis Igoumenitsa gfahrn, hab mir dort ein feines Hotel gsucht und mich der Erschöpfung hingegeben.
Albanien
Wegen der aktuellen Krise und den Medienberichten darüber, hab ich mir in den Tagen vor dem Trip überlegt Albanien und Montenegro auszulassen und von Igoumenitsa mit der Fähre nach Brindisi und dann von Bari zurück nach Dubrovnik zu fahren - was ich aber zum Glück nicht gmacht hab. A bissl an Bammel hab ich schon ghabt :idea:
Die Einreise war total easy. Wie ich überhaupt bei keinem Grenzübergang Probleme hatte. Alle Grenzer warn voll freundlich. Manche verwundert (Einreise B.i.H.: der Grenzer beugt sich aus seinem Häuschen raus, schaut links und rechts - und nochmal links und rechts, schaut mich fragend an und sagt: no doors? No roof? Ich zeig nach hinten in den Kofferraum. Er schüttelt den Kopf und haut sich voll ab.).
Die Straßen in Albanien sind "abwechslungsreich". Hier der Weg zur Kabelfähre bei Butrint.




In Albanien bin ich an der Küste entlang nach Norden gefahren. Die Landschaft im Süden ist echt der Hammer! Außerhalb der Ortschaften ist's superschön, ...



... solang man nicht vor sich aufn Boden schaut. Da liegt nämlich fast flächendeckend Müll :nein:




Bildmitte: Ex-U-Boot-Bunker

Dann wieder mal a bissl von der Küste weg ins Gelände rein.

Ungefähr in der Mitte von Albanien liegt an der Küste der Nationalpark Llogara. Das ist auch genau die Stelle, die ich von der Fähre aus fotografiert hab. Da geht die Straße in Sepentinen den Berg rauf ...

Albanische Werbeflächen

... und rauf ...

... und für "Indvidualreisende" sogar noch a bissl weiter rauf ...

... und rauf ...

... und rauf ...

... und rauf ...

... und rauf ...

... und rauf ...

... und noch weiter rauf ...

... bis es dann auch mir greicht hat und ich mich untern einzigen Schattenspender gsetzt hab, um Tomaten, Weißbrot und Pfirsiche als Mittagessen zu verspeisen




Zurück auf der Sraße ist aber auch immer wieder spannend

Ich bin dann weiter an der Küste entlang grollt, endlos lange Passagen direkt am Wasser ...

... an unzähligen Tankstellen vorbei (also so was hab ich noch nirgends erlebt - echt andauernd a Tankstelle, die ganze Zeit) wobei ich diese Marke dann doch immer gemieden hab, weil das wollt ich meinem TJ nicht antun ...

... bis ich abends am CP Pa Emer angekommen bin.

Ich hab mir ein Zimmer gnommen, weil ich zu müd zum Zeltaufbaun war, hab rumgechillt, ...

... s'mir gutgehn lassn ...

... bis langsam der Abend kam.

Und dann hab ich doch mein Zelt aufgebaut, wegen der Gelsen und wegen der Ratten :( Ja, Ratten so groß wie Katzen :(

Trotzdem hab ich super gschlafn - wer müd genug ist hat damit ja bekanntlich keine Probleme - und mich wieder den albanischen Straßen gewidmet. Irgendwann wünscht du dir dann einfach nur mehr eine Autobahn, auf der du gedankenlos rumgurken kannst.

In Albanien geht das aber nicht. Fußgänger und Mopedfahrer, ja sogar Pferdefuhrwerke sind da Standard auf allen Arten von Straßen und in alle Richtungen - inkl. Querverkehr auf Autobahnen.


Total witzig sind auch die Personenbeförderungsgegebenheiten. Bei Autobahn-/Schnellstraßen-Auffahrten stehen die Leute rum, die irgendwohin wollen. Alle, die wen mitnehmen wollen, bleiben stehn und fragen sich durch, wer wohin will. Dann wird einfach mitgnommen was das Auto an Platz hergibt :daumup:

Ach ja, und diese Moped-Hybriden gibt's auch dauern. Und auch von allen Regeln der Logik ausgenommen, was die Fahrtrichtungen angeht.

Kurz vor der Grenze nach Montenegro hab ich dann noch getankt, denn das war die einzige Möglichkeit das umgewechselte Geld wieder loszuwerden. In Albanien will absolut jeder - sogar der kleinste Honigverkäufer im hintersten Dorf - Euro beim Zahlen.
Montenegro
"In Montengro sind die Straßen gleich um ein Eck besser" dachte ich als ich über die Grenze war. Schon im 1. Dorf lotste mich mein Navi aber von der neuen auf eine etwas ältere Straße in Richtung Kotor. Zwischen diesem Bild und dem nächsten liegen einige kleine Orte, superschöne Aussichten aufs Meer und ein wichtiges Lerning, nämlich: Ich hab mir auf den einspurigen Nebenstraßen gedacht, ich würde gut fahren, wenn ich einfach mit etwas Sicherheitsabstand hinter einem Einheimischen nachfahre. Der kennt die Strecke und falls Gegenverkehr kommt, muss er eh stehnbleiben. So brauch ich nicht so konzentriert zu sein. Ok, guter Plan ... bis ... der Einheimische vor mir auf der einspurigen Straße anstatt zu bremsen etwas nach rechts verrissen hat und sich die Rückspiegel - seiner und der vom Entgegenkommenden - mit an Knall in Mikroteile aufglöst haben. Der Einheimische vor mir hat derart den Anker gschmissn, dass ich mit meinem TJ halb auf Asphalt und halb auf einer Schotter-Gras-Mischung und vier vollblockierenden BFGs entlang einer Steinmauer, wie im Tunnel der wahnsinnigen Geschwindigkeit dahingrutscht bin und den Vordermann immer näher kommen gsehn hab. Eine Zeit lang war ich mir sicher, dass es knallt. Dann hab ich mich gwundert, wie lang's dauert bis es knallt, denn da muss schon ewig kein Platz mehr gwesen sein und ich bin immer noch gerutscht - und dann bin ich gstanden. Eine handbreit hinter einem Ford Escort in wunderschönem Weinrot und ohne linkem Außenspiegel. Ich hab an Moment gebraucht um mich wiederzufinden. Dann hab ich gemerkt, wie die letzten Spiegel-Mikroteile neben mir am Boden aufschlagen und die zwei Bruchpiloten sich fast an die Kehle gehn. Ein paar Minuten später kam ein Lenker aus einem nachfolgenden Auto nach vorne spaziert, schaute sich meine Bremsspuren und den Abstand zum Vorderman an, hat den Kopf geschüttelt, sich zu mir gedreht und mir anerkennend zugenickt. Ich hab eine Schreipause ausgenutzt, zurückgesetzt und bin langsam vom Ort des Geschehens weggfahren. Hätten die noch was von mir gebraucht, hätten sie's gsagt oder mich an der Grenze aufghalten - hab ich mir gedacht. Fotos gibt's davon keine. Die Stimmung dort war einfach zu explosiv, um auch noch zu fotografieren.


Ich bin dann gemütlich bis zur Autofähre bei Lepetane weitergfahrn.

Auf der Fähre hab ich beschlossen, mir im nächsten Haus, das mir gefällt ein Zimmer zu nehmen.

Hier die Wasserverbrauchs-Doku eines Tages. Die Hitze war mir echt zu viel. Zum Glück war's ab Montenegro a bissl bedeckt und nimmer sooo heiß.

Kroatien
Irgendwie hat mir kein Haus mehr gefallen und ich bin plötzlich an der Grenze zu Kroatien gewesen. Stau. Eine Spur für EU-Reisende und Schweizer. Eine Spur für alle anderen. EU-Außengrenze, also genaue Kontrollen für eine der beiden Spuren. Eh klar, hab ich gedacht. Aber dass die Eu-Reisenden und Schweizer genau kontrolliert wurden und alle anderen locker durchfahren konnten, hat mich dann doch gwundert. Während ich da so im Stau stand, hat's für ein paar Minuten geregnet und ich hab mir überlegt was mir heute noch gut tun würde. Etwas Komfort, Sauberkeit, Essen (welches ich erkenne) und wieder mal deutschsprachiges Fernsehn. Also hab ich in Kroatien genau danach meine Augen offen gehalten - als ich endlich drin war, in Kroatien.
In Mlini, etwas südlich von Dubrovnik, hab ich's gefunden. Rein in die gute Bude, TV eingschalten, duschen und nach dem Weg zur nächsten Pizzeria gfragt - voll tourimäßig

Die Stiege war dann ein Erlebnis für sich, denn das Meer ist ziemlich weit unten. Nach x Hausecken und dem Gefühl über den Balkon einiger Einheimischer gegangen zu sein, bin ich am Meer angekommen. Ich hab mich umgedreht, um mir den richtigen Stiegenaufgang einzuprägen, der mich wieder heimbringt.

Am Meer hab ich mich, nein nicht ins 1. sondern ins 2. Lokal gsetzt und mir ein Bier bestellt. Bis das Bier da war, war ich so müd, dass ich auch gleich dort gegessen hab. Voll fein: ein Bier, eine Pizza und die Wellen, die mich so richtig einlullten nach dem anstrengenden Tag.

Auf anhieb den richtigen - meinen - Stiegenaufgang zu finden, war natürlich eine Illusin. Aber beim 3. Versuch, hat's hinghaut
Kroatien ist ganz meins. Das hab ich auf diesem Trip kapiert! Continental Breakfast im Hafen von Dubrovnik und dann rauf auf die Magistrala. Nur Cruisen vom Allerfeinsten und das permanent entspannte Gefühl von der traumhaften Landschaft ruhig was versäumen zu dürfen, weil's ja sowieso mehr als genug davon gibt. Auf die Gefahr hin mich zu wiederholen: die Magistrala ist eine absolute Traumstraße (außgenommen sind ein paar km südlich von Makarska - das geht's zwar auch am Meer entlang, aber dauernd nur im Schritttempo durch die Urlaubsorte - und die ersten 50 km von Sibenik nach Zadar - da ist sie schnurgrad und langweilig, weil auch das Meer fast nicht zu sehn ist).
Nach dem Neretva-Delta ...


... bin ich über die Autobahn ins Hinterland gefahren und dort gleich wieder von der Bahn runter und ab ins Gemüse nach Norden in Richtung Sveti Jure. Ich hab das gemacht, weil die Magistrala nördlich von Ploce zwar ebenfalls absolut traumhaft ist, ich sie aber schon kannte, das Stück von Kljenak nach Podgora aber noch Neuland für mich war und ich ghört hab, dass es sensationell schön sein soll. Schotter- uns schmale Asphaltstraßen in hügeligem Gelände - wer so was sucht: da gibt's das im Überfluss!


Von Kljenak nach Podgora - ohne Worte :shock:

Kurz vor Podgora geht's dann rauf auf den Sveti Jure. Mein Navi wollte mich zwar schon einige km vorher über eine Schotterstraße schicken, aber dort stand eine Fahrverbotstafel (die mir egal gewesen wäre) und eine Nationalparktafel (die mir nicht egal war). Also bin ich den offiziellen Weg gfahrn, hab meine par Kuna Maut gezahlt und vom Mautkassierer den Ratschlag bekommen "drive slowly, the road is very narrow and dangerous". Eine größere Freude hätt er mir gar nicht machen können :freu:
Zuerst geht's durch einen kühlen, schattigen Wald der so gut und intensiv riecht, als würd man durch ein Honigglas fahren. Total irre!

Ober der Baumgrenze wird's dann von kühl über frisch bis knackig kalt - wohl aber nur für die von uns, die noch immer mit Shorts und T-Shirt fahren.

Die 22 km ...

... den Berg rauf ...

... bis zum Gipfel in 1.762 m sind ein Traum. Schon wieder, ich weiß. Aber es is so!

Oben angekommen hab ich gleich einem Tschechen, dessen Kühler übergekocht ist, meinen Trinkwasservorrat geschenkt. Das war gar nicht so easy, weil er unbedingt was dafür zahlen wollte. So geht das aber nicht: geschenkt ist geschenkt!
Am Rückweg war ich dann hin und hergerissen zwischen frieren (es war saukalt und windig) und Aussicht-aufsaugen. Einerseits hab ich mir gewünscht ganz schnell wieder unten im warmen Tal zu sein, abererseits wollt ich, dass die Straße noch lang nicht aufhört.

Nach Makarska hab ich den neuen Tunnel Richtung Autobahn gnommen ... auch lässig ... hab in dem Moment meinen 360ci CJ7 vermisst :whistle:

Über Split ging's entlang der Küste nach Primošten ...

... wo ich Niki und Robert getroffen hab. Voll lässig, dass sich das ausgangen ist. Einen ganzen Abend ratschn und die Urlaubseindrücke bei einem super Abendessen in der Altstadt weitererzähln. Primošten is ein wirklich nettes Städtchen. Könnt schon mal wieder am Reiseplan stehn.

Das ist der Weg, der mich am Morgen vom Bäcker mit frischem Gebäck fürs Frühstück zurück zum Apartment geführt hat. Seeehr chillig

Weiter Richtung heimwärts ging's über die leere Magistrala und ...

... die leere A1 und ...

... die leere L54 und ...

... den leeren Weg ohne Namen und ...

... durch die Pfütze am leeren Weg ohne Namen und ...

... über den Hügel am leeren Weg ohne Namen ...

... zum Pflichtstop am Pueblo-Plateau am Zrmanja-Canyon.

Winne2-Selfi

Mit den nächsten 3 pix lass ich euch allein - ohne meinen Senf - enjoy



The Perfect Cruising-Moment: eine der top 5 Straßen weltweit, in einem maximal offenen Auto mit entspannter Drehzahl, bei erstklassigem Wetter, ohne Verkehr und genug Zeit um nicht an Zeit zu denken

Slowenien
Zwischen Laibach und Jesenice hat mir's Wetter das Urlaubsende vermittelt. Ich hab mich bis zum Schluss gewehrt und weder meine Kleidung angepasst, noch das Auto zugmacht. Nur's Top und die WSS hab ich mir gegönnt, weil's a bissl getröpfelt hat und ich nicht wollt, dass mir die Regentropfen am Lenkradl anfriern - und die Heizung hab ich ... na ja, seht selbst :whistle:

Kranjska Gora: durchgefrohren, but still opened

Trip-End

Was hab ich mitgebracht:
- einen 6x10 cm großen Sonnenbrand am linken Oberschenkel
- eine Mittelohrentzündung trotz Klimawolle und Ohren-Klappen-Kappe
- eine harnäckige Magenverstimmung seit dem abendlichen Eintopf in Pa Emer
- 2 kg Honig aus Albanien
Fazit:
Wirklich gefährlich waren auf dem Trip nur die Hirtenhunde in den griechischen Bergen. Zumindest waren das die Augenblicke, in denen ich Angst hatte. So ganz frei zugänglich in genau passender Beißhöhe zu sitzen und zu versuchen grad noch rechtzeitig ohne die Schafe zu überfahren Gas zu geben und diese riesigen Hunde im Rückspiegel zu beobachten, wie sie auf den ersten Metern immer größer werden ... das brauch ich nimmer!
Gelernt hab ich, dass Raki im Norden von Griechenland aus fingernagelgroßen Früchten, deren Namen niemand kennt und die manchmal gelb, manchmal rot sind, gemacht wird und - ganz wichtig - ohne Anis!
Der Sprit ist fast nirgends so billig, wie bei uns in Österreich. In allen Ländern, durch die ich gekommen bin, war er teurer. Teilweise sogar massiv.
Albanien ist sicher das Land mit der höchsten Q7-RR Sport-Cayenne-X6-Dichte! Die stehn teilweise nebeneinander.
In die Landeswährung braucht man nirgends wechseln. Erst wieder, wenn man in die EU kommt. In Kroatien nehmens nämlich so gut wie keine Euro.