Die Africa Twin war mir für diesen Zweck erstens zu schwer und zweitens zu schade. Bei dem zu erwartenden Bodenkontakten bleibt von meiner Dicken wahrscheinlich nix mehr übrig... Also blieb mir noch mein treuer Eintopf - die LC4 Adventure.
Ich habe mir das Motorrad 2005 gekauft und bin mit ihr seitdem im italienisch/französischen Grenzgebiet, in Island in Ungarn und in Rumänien unterwegs gewesen. Defekte gab es bisher keine. Naja, in Rumänien ist mir mein roter Rückstrahler abgerissen, das ist aber ein typischen KTM-Leiden
Vom Fahrwerk und motorisch ist sie noch im Originalzustand. Ich hab auch nicht vor hier etwas zu ändern, da ich mit dem jetzigen Fahrverhalten eigentlich sehr zufrieden bin. Die auffälligsten Änderungen sind daher der hohe Kotflügel und das Cockpit. Den Kotflügel habe ich für Rumänien höher gelegt, da dort mit Schlamm zu rechnen war. Mit dem originalen, niedrigen Kotflügel hätte da das Vorderrad blockieren können. Für Marokko ist dieser Kotflügel zwar nicht notwendig, aber optisch gefällt er mir besser... Auf das Cockpit gehe ich später noch mal genauer ein.
Wolfgang hat sich für eine Teilnahme mit seiner Yamaha WR250 entschieden. Diese ist um ca. 40-50kg leichter als meine LC4 und somit ein völlig anderes Konzept. Mit dem großen Einzylinder werde ich zwar auf Schotterpisten und Verbindungsetappen einen Vorteil haben, aber sobald es technisch anspruchsvoll wird oder in die Dünen geht, wird Wolfgangs Stern aufgehen
Ein leidiges Thema, das uns beide trifft, sind die Luftfilter. Sowohl die Yamaha, als auch die LC4 sind mit Naßluftfiltern ausgerüstet. Dabei handelt es sich um eingeölte Schaumstoff-Filter, die sich bei staubigen Verhältnissen schnell zusetzen. Derzeit gehen wir davon aus, daß wir täglich die LuFis wechseln müssen
Sommer 2008
KTM LC4 Adventure im Originalzustand
Foto von Mitterbauer H.