Vorbereitung - Reifenwahl

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Der Blog zur Tuareg Rallye 2009

Der Rallye Blog
Sulak RD04 und Globebiker unterwegs.
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Sulak RD04
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Vorbereitung - Reifenwahl

Beitrag von Sulak RD04 »

Nichts wird so oft und ausgiebig diskutiert, wie die Wahl des richtigen Reifens. Beispiele findet man ja ausreichend in unserem Reifen-Forum ;-) Wie immer kommt es darauf an, was man mit dem Reifen machen will.
Wolfgang und ich wollen damit eine Rallye fahren. Der zu erwartende Untergrund besteht teilweise aus schnellen, steinigen Pisten, Asphalt sowie aus Sand. Hier ergibt sich schon das erste Problem: Da wir unterwegs die Reifen nicht wechseln wollen, bleibt uns nur ein Kompromiss übrig. Einen Reifen, der auf Stein und auf Sand optimal läuft, gibt es nicht.
Weiter soll er sehr stabil sein. Nichts ist ärgerlicher, als auf einer gezeiteten Etappe eine Reifenpanne zu haben. Das Fahren mit vermindertem Luftdruck im Sand fördert die Lebenserwartung auch nicht sonderlich. Unser Reifen benötigt also eine harte Karkasse und stabile Flanken.
Ein weiteres Kriterium ist die Haltbarkeit. Wie Eingangs schon erwähnt wollen wir die Rallye mit einem Reifen durchfahren. Eine Lebenserwartung von gut 3000 km im Renntempo sollten also schon drin sein.

Nun zur Auswahl:

diverse Offroad Reifen für Enduro und MX
Vorteil: Optimale Traktion
Nachteil: Hält nie und nimmer die gewünschte Distanz; auf meiner 640er ziemlich sicher überfordert

TKC80
Vorteil: Haltbarkeit
Nachteil: Eher für die Straße ausgelegt und daher abseits der Straße keine so gute Traktion

MT21

Vorteil: bessere Traktion als der TKC80 und trotzdem noch für die Straße zu gebrauchen
Nachteil: Haltbarkeit - Ich hatte den MT21 2007 in Island drauf. Nach 5 Wochen und 5000km mit gemütlichem Tempo war vom Hinterreifen nix mehr übrig

Michelin Desert
Vorteil: Haltbarkeit, Stabilität
Nachteil: Auf der Straße mit Vorsicht zu genießen, bei Nässe sowieso

Im Endeffekt haben wir uns dann für den Desert entschieden, da er wahrscheinlich der Allroundreifen mit den wenigsten Nachteilen ist. Es wurde mir zwar von einigen Teilnehmern von diesem Reifen abgeraten, aber Alternativen konnten sie auch keine nennen...

Beim Innenleben haben wir uns für normale, verstärkte Schläuche entschieden. Diese haben eine Wandstärke von rund 4,5 mm und sind dadurch wesentlich Durchschlags-resistenter, als herkömmliche Schläuche. Eine Alternative wären noch Tireballs oder Mousse gewesen. Allerdings können weder Wolfgang noch ich das Zeug im Notfall wechseln. Vom Preis einmal abgesehen war das der K.O.-Grund.

Bei mir kam dann noch eine neue Felge für's Vorderrad dazu, da ich mir meine Originale in Rumänien ziemlich verbogen habe. Das kommt davon, wenn man nach dem Gelände den Reifendruck nicht wieder erhöht...

Klaus
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xrvsiro
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Re: Vorbereitung - Reifenwahl

Beitrag von xrvsiro »

:klugscheiss: ähem-klaus du hast da 2 dinge gemeinsam erwähnt,die ich für nicht ganz vereinbar halte-renntempo und 3000km haltbarkeit.

denkst du nicht das es klug wäre mehrere reifen mitzunehmen?wenn ihr nämlich nicht nur auf sand unterwegs seid,sondern auch ein bissl geröll dabeihabt und ordendlich schlupf aufgrund forcierten tempos,dann werdet ihr wahrscheinlich nicht wirklich über 1000km auf einen hinteren mantel bringen,ohne das er karies zeigen wird.und rallytempo ohne grip ist garkein guter ansatz!

meinst nicht?

(ok,ich gebs zu,ich verschleiss schon mal nen satz mitas e08 auf 5000km strasse,oder einen 06er bei zweimal erzberg raufdüsen,aber auch mir gemütlicherer gashand denke ich das im wettbewerb ein guter neuer reifen bessere stabilität bringt,als ein 50%verschlissener-vor allem bei der seitenführung vorne,wenn der fahrer schon ein wenig müde wird gibts oft böse überaschungen.)
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Re: Vorbereitung - Reifenwahl

Beitrag von Sulak RD04 »

Keine Sorge, Siro!

Ein Ersatzreifen ist mit dabei und wenn's wirklich notwendig sein sollte, dann wechseln wir auch. Davon mal abgesehen ist "Renntempo" bei jedem unterschiedlich :wheely:

Klaus
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Re: Vorbereitung - Reifenwahl

Beitrag von xrvsiro »

ja eh,und nachdem du es gewohnt bist hinterm zwergerl herzuhetzen ist deine wohl eher hoch ;-)
ein zweiter satz pro bike wär sicher kein fehler.

aber meistens sind so reifendienste vor ort,bei solchen veranstaltungen,die eine menge schwarzes gold mitführen.

denke aber trotzdem das die enduroversionen eine gute entscheidung sind und länger halten werden als die crossreifen,die sind nämlich meist nach 500km schrott.
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Re: Vorbereitung - Reifenwahl

Beitrag von spezi266 »

Weiss zwar nicht wie das bei der Tuareg ist, aber bei manchen Enduro-Veranstaltungen (Harrach) sind strassenzugelassenen Pneus vom Reglement her vorgeschrieben. Sicher sind Cross-Reifen von der Kontour her besser (nicht so rund), aber selbst ein Allrounder dieser Gattung bringt nicht den Bruchteil der Lebensdauer vom Desert. Der Desert wird von allen gelobt, die sich mit diesem Thema befassen. Der Nachteil, er ist schweineteuer, so an die 130EUR für das hintere Teil.
Auf den Pisten (Untergrund hart, obendrauf Sand oder looser Schotter) ist mir vorgekommen, dass der angefahrene Reifen (Mitte schon etwas flacher) besser gehalten hat und nicht so nervös wirkte.
Allerdings sind wir nicht auf Druck (Zeit) gefahren, waren aber aufgepackelt wie die ,,homeless swagmen".

Wünsch euch beiden viel Glück

Spezi
Cats do not go for a walk to get somewhere, but to explore.
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