ich bin Alexander und fahre/ fuhr eine RD03 seit 1988. Bis 1992 hat sie 81000 km auf den Tacho bekommen und wanderte nach meinen Ausbildungsabschluss bei meinem Bruder in der Garage wo sie bis heute weitere 4000 km auf den Buckel bekam. Bin dann einfach nicht mehr dazu gekommen. 2022 habe ich eine 125 ccm Peugeot Django erworben - zum Semmel holen. Zu Zweit benutzt war das Fahrwerk überfordert. Der Umtausch auf eine angedachte Vespa 300 wurde mit 4500€ veranschlagt - das wollte mir nicht sonderlich gefallen. Und plötzlich ergab sich die Möglichkeit eine weitere RD03 zu erwerben - eine Junge
Entsprechende Schutzausrüstung muss noch besorgt werden, die alten Sachen - gut verstaut aufgehoben - passen nicht mehr so recht - muss eingegangen sein, mit der Zeit.
Wo wir waren? Also meine Ausbilderin fuhr eine DR Big 750 und ich den Twin, damit machten wir 4 Jahre Europa unsicher. Die Krönung war sicherlich die Eroberung des Mt. Chaberton - heute unvorstellbar. Neben Reisen war das erklärte Hobby meiner mittlerweile Angetrauten das männliche Geschlecht auf der Rennstrecke mit der Enduro vor sich her zu treiben. Beruf und Muttersein forderten ihren Tribut - so blieb unser Zweiradleben auf der Strecke.
Nun, vielleicht kann ich sie wieder für eine Tour gewinnen - auf nostalgische Art und Weise. Wir haben es nicht mehr eilig. Ich habe 2 Set Fußrasten und viele außen abgefahrene Pneus verbraucht - das reicht. Ich würde mir wahrscheinlich in die Hose sch… wen ich nur annähernd heute das nochmals probieren müsste. Nein der Weg soll wieder das Ziel sein - es darf die Jugend ruhig schneller sein, mehr Schräglagen fahren und schweres Gelände meistern. Mir/ uns soll es reichen noch auf den Gaul zu kommen und etwas unverfälschten Reisegenuss erfahren zu dürfen. Das war’s eigentlich schon.
In diesem Sinne ein herzliches Grüß Gott aus der Steiermark
Ali & Johanna